URTIKARIA

URTIKARIA

Eine Urtikaria (Nesselsucht) ist das Auftreten von flächenhaften, scharf begrenzten, juckenden Quaddeln. Fast jeder vierte Mensch leidet einmal im Leben unter einer akuten Nesselsucht, die zum Glück nach spätestens ein paar Tagen wieder vorübergeht. Meist lässt sich bei der akuten Nesselsucht  noch eine Ursache feststellen wie z.B. Medikamente (die vielleicht auch früher gut vertragen wurden) oder auch ein akuter Infekt. Dauern die Beschwerden jedoch länger als 6 Wochen und / oder kommen sie immer wieder, spricht man von einer chronischen Urtikaria. In vielen Fällen ist bei der chronischen Nesselsucht kein Auslöser mehr erkennbar. Die juckenden Quaddeln treten in Schüben auf, sind mal besser, mal verschwunden, nur um dann wiederzukommen. Eine chronische Urtikaria kann eine starke Einschränkung für die Betroffenen bedeuten, da der Juckreiz manchmal schier unerträglich wird. Das führt zu großem Stress und dieser wiederum spielt auch eine Rolle bei der Auslösung von Urtikaria-Schüben – ein Teufelskreis also, den es zu durchbrechen gilt!

Wie entstehen die Urtikaria-Symptomen?

HISTAMININTOLERANZ

Histamin Intoleranz

Histamin gehört wie z.B. Serotonin zu der Gruppe der biogenen Amine. Das sind wichtige biologische Substanzen, die im Körper für zentrale Funktionen benötigt werden. Unter anderem regulieren diese „kleinen Helfer“ den Blutdruck, regen die Magensaftproduktion an, steigern die Darmbewegung und sorgen für einen ausgeglichenen Schlaf-Wach-Rhythmus. Nach getaner Arbeit oder wenn zu viele dieser Substanzen vorhanden sind, werden sie über das Enzym Diamonioxidase (DAO) im Dünndarm abgebaut.

Bei ca. 2 % der Deutschen funktioniert dieses empfindliche Gleichgewicht zwischen Bildung, Aufnahme und Abbau des Histamins nicht – sie leiden unter einer Histamin-Intoleranz. Über den genauen Krankheitsmechanismus bestehen allerdings noch einige Unklarheiten. Eine mögliche Erklärung ist eine Störung im Histamin-Abbau, die auf einen Mangel des Histamin abbauenden Enzyms Diaminooxidase (DAO) zurückzuführen ist. Möglich ist außerdem eine Beeinträchtigung der Schleimhaut des Dünndarms (wo das Enzym hauptsächlich vorkommt) durch einen Magen-Darm-Infekt.

Histamin spielt als Botenstoff eine wichtige Rolle in immunologischen Prozessen. Allerdings wissen besonders Allergiker, dass Histamin der wichtigste Mediator von Allergien ist. Aber Histamin-Intoleranz ist dennoch keine Allergie! Deshalb lässt sie sich auch so schwierig nachweisen. Die HIT ist  wie die Laktose-Intoleranz eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit.

Wie äußert sich eine Histamin-Intoleranz?

Eine Histamin-Intoleranz äußert sich meist in Durchfällen, Blähungen und Kopfschmerzen. Außerdem kann es neben Beschwerden im Verdauungstrakt zu einer laufenden Nase und vor allem einer quälenden Nesselsucht (Urtikaria) kommen. Zusätzlich können weitere so genannte Flushreaktionen wie Hautrötungen und Hitzewallungen, Atembeschwerden und Herzrhythmusstörungen auftreten. Betroffen sind wesentlich mehr Frauen als Männer.

Diagnostik

Bis jetzt existiert kein beweisendes Testverfahren und keine einheitliche Vorgehensweise zur Diagnose einer Histamin-Intoleranz. Der wichtigste Bestandteil der Diagnostik ist eine ausführliche Anamnese (Patientengespräch), die meist schon deutliche Hinweise gibt. Um den Verdacht auf eine Histaminintoleranz zu erhärten, ist eine Eliminationsdiät sinnvoll. Dabei muss die Patientin ca. 4 Wochen lang eine histaminarme Diät einhalten. Leidet sie tatsächlich unter einer Histamin-Intoleranz, bessern sich die Symptome ziemlich rasch. Um dann definitiv abzuklären, ob eine Histamin-Intoleranz vorliegt, kann eine doppelblinde placebokontrollierte orale Provokation erfolgen.

Was tun bei Histamin-Intoleranz?

Falls sich der Verdacht durch die Weglass-Diät erhärtet und Sie von einer histaminarmen Kost profitieren, sollten Sie Ihre Ernährung erst einmal versuchsweise umstellen. Verlassen Sie sich dabei nicht zu sehr auf restriktive Diätvorschriften in der Laienpresse, sondern vor allem auch auf Ihr „Bauchgefühl“. Sie spüren am besten, was Sie vertragen und was nicht. Im Folgenden finden Sie Tipps für eine histaminarme Kost. Diese basiert auf zwei Säulen:

1. Schränken Sie den Verzehr von histaminreichen Lebensmitteln ein

Besonders histaminreich sind Lebensmittel, die lang gelagert oder gereift sind, da Histamin zumeist bei Reife- und Gärungsprozessen durch Bakterien entsteht. Zu den wichtigsten Beispielen zählen Salami, Sauerkraut, viele Käse- und Fischsorten, Wein und Sekt. Verzehren Sie Lebensmittel daher möglichst frisch, verpacken Sie sie luftdicht und bewahren Sie sie nur kurz auf. Allerdings ist die Schwankungsbreite des Histamingehaltes in Nahrungsmitteln u.a. abhängig von Frische, Reife und Sorte des Nahrungsmittels (So beträgt der Histamingehalt bei Wein oder Käse zwischen 0,4 – 250mg/ 100g). So kann es sein, dass Sie zum Beispiel einen Wein vom gleichen Weinberg aus dem einen Jahr gut vertragen, den nächsten Jahrgang aber wieder gar nicht.

2. Vermeiden Sie Triggerfaktoren

Neben histaminreichen Nahrungsmitteln muss auch alles gemieden werden, das die Freisetzung von Histamin fördern könnte – auch dadurch werden HIT-Symptome ausgelöst. Zu diesen so genannten Histaminliberatoren zählen Eiweiß, Fisch, Erdbeeren sowie Alkohol. Außerdem können auch Produkte, die reich an anderen biogenen Aminen wie Serotonin, Tyramin oder Phenylalanin sind, eine HIT-Reaktion begünstigen. Denn sie werden von demselben Enzym abgebaut wie das Histamin. Das wiederum bedeutet: Ist das Enzym noch mit anderen biogenen Aminen beschäftigt, kommt es schnell zu einer Histaminüberlastung des Körpers. Meiden SIe deshalb auch Bananen, Walnüsse, Schokolade, Schwarztee und Sojaprodukte.

Auch verschiedene Medikamente können den Histamin-Abbau beeinflussen und damit zu HIT-Symptomen wie z.B. Nesselsucht führen. Insbesondere Röntgenkontrastmittel sind starke Histaminliberatoren. Ebenso fördern Opioide die Histaminfreisetzung, die z.B. in manchen hustenstillenden Mitteln als Codein enthalten sind. Auch Acetylsalicylsäure (ASS), Diclofenac und Metamizol, sowie verschiedene Antibiotika können die Histaminwerte erhöhen!

Therapiemöglichkeiten

Neben einer histaminarmen Ernährung wird die Gabe von Vitamin B 6, Vitamin C und Zink (diese unterstützen den Histamin-Abbau) empfohlen. Außerdem setzen viele Schulmediziner parallel zur Diät Antihistaminika ein, um die teilweise sehr quälenden Symptome zu lindern. In der Naturheilkunde wird zur grundsätzlichen Umstimmung eine Eigenblut-Therapie empfohlen. Außerdem sollte man auf Maßnahmen wie die Desensibilisierung bei Heuschnupfen oder anderen Allergien verzichten, da diese zusätzlich das Immunsystem stimulieren.

Homöopathische Behandlung

Für die homöopathische Selbstbehandlung ist eine Histamin-Intoleranz nicht geeignet, da es sich um ein chronisches Geschehen handelt. Empfehlenswert ist aber eine konstitutionelle homöopathische Behandlung, welche das überschießende Immunsystem wieder ins Gleichgewicht bringen und damit normalisieren kann. Dabei wird das individuell passende Einzelmittel verordnet unter Einbeziehung des Allgemeinzustands, spezieller Modalitäten sowie der eigenen Krankengeschichte und auch des familiären Hintergrunds. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

 

 

Wasserlinsen und Homöopathie

 

Was haben Wasserlinsen mit Homöopathie zu tun?

An der Universität Bern beschäftigt sich der Physiker Dr. Stephan Baumgartner seit Jahren mit Grundlagenforschung zum Wirksamkeitsnachweis der Homöopathie. In seinem “Wasserlinsen-Experiment” konnte er jetzt interessante Wirkungen von potenziertem Arsen in einer doppelverblindeten Studie nachweisen.

Wasserlinsen sind Wasserpflanzen, die besonders sensibel die Wasserqualität anzeigen und auch in standardisierten Test eingesetzt werden. Die Forschungsgruppe um Dr. Stephan Baumgartner hat untersucht, ob Wasserlinsen, welche mit einer Dosis Arsen “vergiftet” und dadurch im Wachstum gehemmt werden, durch eine folgende homöopathische Behandlung wieder in einem gewissen Sinn von ihren Vergiftungserscheinungen geheilt werden können. In einer Reihe von verblindeten Experimenten beobachteten die Forscher, dass homöopathische Potenzen von Arsen das Wachstum der Wasserlinsen eindeutig stimulierten.

Nähere Informationen sind z.B. hier im Interview nachzulesen. Empfehlenswert!

http://www.informationen-zur-homoeopathie.de/?p=417

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I love living in a cosmopolitan city like Berlin, where you can hear many languages on the street.

Starting this summer, I offer homoeopathic consultations in Kreuzberg in English (and German, of course). As I also speak French, Spanish and Russian, many clients can consult me in their native language. This is very important for a successful homoeopathic treatment since classical homoeopathy is based on an accurate interview, where you can freely express your emotions and thoughts as well as talk about your complaints.

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I am looking forward to many international clients!

Kathrin Sonderegger
Heilpraktikerin

Classical Homoeopathy